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Büro unter Palmen

Montag. Flughafen. 6:57 Uhr. Ein Azubi. Check-In: vercheckt. Die Laune: ungetrübt. Denn es geht im Billigflieger nach Spanien und der CEO hat kurzerhand die Gebühr für den verschlafenen Check-In vorgestreckt. „…, Malle ist nur einmal im Jahr!“. So, oder so ähnlich verhält es sich auch mit unserem „Office Abroad“. Was das ist?! „Büro unter die Palmen gebracht. Wir tauschen unsere Kölner Festung der Kreativität für eine Woche gegen eine Finca in Altea an der spanischen Küste. Allerdings zu einem anderen Zweck als die Platinmember des Megaparks.

Warum das Ganze? Abgesehen davon, dass man in Spanien mehr Sonne abbekommt, als in einem Kölner Keller? Besonders im kreativen Bereich ist es wichtig, kontinuierlich neue Reize zu setzen. Mal anders zu denken, mal anders zu handeln. Inspiration braucht Perspektivwechsel. Da kann es schon viel ausmachen, wenn man nicht jeden Tag am selben Schreibtisch sitzt. Und ganz ehrlich: Solange das WLAN stabil und die Rufumleitung aktiv ist, macht es für Kreative und Entwickler oft keinen Unterschied von wo sie arbeiten. Wenn wir uns also schon entscheiden können, … dann bitte Büro mit Meerblick!

Als zukunftsgerichtete Agentur begreifen wir die Digitalisierung nicht bloß als technische Herausforderung, sondern sehen auch die Vorzüge. Die Voraussetzungen für neue Formen und Modelle des Arbeitens sind längst geschaffen. Im Zuge dieser Entwicklung sind „Remote-Arbeitsplätze“, also Arbeitsplätze außerhalb der Unternehmen, zwar noch lange nicht zum Standard geworden, aber doch zu einer etablierten und weit verbreiteten Form des Arbeitens. Umso erstaunlicher zu hören, dass vielerorts die Zustimmung zu „Remote-Arbeitsplätzen“ rückläufig ist. Und das ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, da die Unternehmen mehr und mehr ihre Vorbehalte gegen derartige neue Formen des Arbeitens aufgeben, weil sie deren Produktivität und Flexibilität schätzen. Vielleicht weil es doch nicht so einfach ist? Klar ist, die Neuausrichtung von Prozessen erfordert durchdefinierte Lösungen wie Mitarbeiter, Kunde und Agentur im informellen Austausch stehen, andernfalls drohen Komunikationslücken und digitale Isolation.

Laut der Studie „Future Workforce“ haben die Beschäftigen von Dell und Intel der direkten Kommunikation am Arbeitsplatz eine sehr hohe Bedeutung beigemessen. Das gute Arbeitsklima hat für die meisten einen höheren Stellenwert als Karrierechancen und sogar als das Gehalt. Flurfunk ist eben doch nicht zu unterschätzen. Und Slack ersetzt leider noch nicht alles.

Eine unserer Antworten ist es, das „Office Abroad“ als Teamevent aufzusetzen. Dieses Mal war auch unsere Yoga-Expertin Luisa mit dabei und hat uns mit morgendlichen Sessions zusätzlich einen energiereichen und entspannten Start in den Tag ermöglicht. Abends wurde gemeinsam gekocht und Wissenstransfer in Form von Vorträgen und Workshops betrieben.

Unser besonderes „Office Abroad“ fand bereits zum dritten Mal statt und soll auch im nächsten Jahr wieder für einen kleinen Tapetenwechsel innerhalb des Teams sorgen. Wir können diese Praktik nur jedem ans Herz legen. Zugegeben, ab einer gewissen Teamgröße wird es vielleicht etwas chaotisch oder gar problematisch. Aber im Endeffekt sind Probleme doch auch nur Herausforderungen an denen man wächst.