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Ist ein Workshop der besser Pitch?

Der aktuell gelebte Standard in der Welt der Unternehmen und Marken lautet: „Wir lassen pitchen.“ Man stellt den aktuellen Dienstleister auf den Prüfstand und lädt parallel noch ein oder zwei weitere Agenturen zur Präsentation von neuen und frischen Ideen ein. Meist geht es weiterhin um die gleichen Ziele: Image aufpolieren oder den Absatz des Produktes zu steigern.

Dem klassischen Pitch steht, ähnlich wie David Goliath, der Workshop gegenüber. Kein Schönheitswettbewerb wie der klassische Pitch, sondern ein gemeinsames Schaffen einer Basis und Erarbeiten von Lösungen. Also eher wie ein gemeinsames Sporttraining. Weniger Schweiß, jedoch mindestens genauso viel Köpfe zusammenstecken. Eine Arbeitsatmosphäre, wo jeder gefragt und jeder gehört werden kann.

Um bereits an dieser Stelle unsere Antwort auf die Frage vorwegzunehmen, die die Headline aufwirft: Sind Workshops die besseren Pitches? Wir sind uns sicher: Auf jeden Fall.

Denn Pitches bedeuten Aufwand. Und nicht nur Aufwand auf Seite der Agentur, die letztendlich vor versammelter Mannschaft präsentieren wird.
Auch auf Kundenseite ist ein Pitch mit vermeidbarer Arbeit verbunden. Mit allen Agenturen treffe, Briefing formulieren, Briefingworkshops durchführen, Rückfragen beantworten (am besten schriftlich und gerne bis EOB), Präsentationstermine und eine anschließende Auswertung.

In Vorbereitung auf den Pitch kommt dabei nur in den seltensten Fällen das Gefühl auf, den Kunden und das Produkt wirklich zu kennen und alles Weitere entsteht dabei aus einem reinen Bauchgefühl heraus.

In einem Workshop hingegen, arbeiten wir direkt zusammen mit dem Kunden. Ein großes Plus dabei ist, dass genau die Personen involviert sind, die auch im Verlauf des Projektes an ebendiesem arbeiten werden. Es ist keine Seltenheit, dass agentureigene „Pitch-Teams“ die Vorarbeit leisten und danach in der Versenkung verschwinden.

Trotz Kundenbriefing ist es uns wichtig, die Probleme des Kunden genau zu diskutieren, Fragen zu stellen, möglichst alles zu erfahren und auch mal dorthin zu gehen, wo es vielleicht etwas unangenehm ist. Unser Kunde soll merken, dass wir keine Scheu haben, alle Aspekte zu beleuchten und die Probleme geradeheraus anzugehen.

Es geht ums Geld

In engem Austausch mit unserem Kunden entwickeln wir eine erste Design Vision. Bei einem anschließenden Schulterblick können wir früh feststellen, ob wir uns in die Richtung bewegen. So sparen wir uns und unserem Kunden das, was sprichwörtlich gleichgesetzt wird: Zeit & Geld.

Und wo wir gerade von Geld reden: Mal angenommen, dass die Kosten für einen Workshop und eine anschließende Design Vision sich auf ca. 10 % des Budgets belaufen, ist dies sicherlich eine klügere Investition, als nach einem vermeintlich erfolgreichen Pitch mit einer Agentur zu starten und nach der Ausgabe des halben Budgets zu merken, dass es doch nicht miteinander funktioniert.

Diese 10 % sind zwar mehr Geld, als das was man einer Agentur für einen Pitch zahlen würde, muss jedoch auch wieder reingeholt werden. Und ebendieses Geld hätte man dann doch lieber in einen längst überfälligen Firmenausflug oder eine neue Kaffeemaschine investieren können.