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Mit Waverly Labs wirst du zum Sprachtalent

Kommunikation ist wichtig. Besonders im Ausland – aber wie soll man seinem Taxifahrer in Bangkok erklären, dass man in das Viertel will, in dem Alan den Drogenkurier-Affen aus Hangover 2 klaut? Ein portabler Übersetzer muss her.

Das Ear-Piece „Pilot“ von Waverly Labs bietet diesen. Das Prinzip: zwei Ohrknöpfe und – natürlich – eine App. Jeder der Gesprächspartner trägt einen Ohrknopf, welcher mit Sensoren zur Spracherkennung ausgerüstet ist. Die maschinelle Übersetzung geschieht via Datentransfer zur App, die den übersetzten Satz innerhalb von wenigen Sekunden an das zweite Ear-Piece weiterleitet. Et voilá! Ein Amerikaner versteht französisch und eine Französin „spricht“ plötzlich eine Fremdsprache. Die erste Generation soll bereits mehr als 15 Sprachen übersetzen können und noch in diesem Herbst auf den Markt kommen. Ein ähnlicher Ansatz wurde bereits mit dem „Skype Translator“ von Microsoft umgesetzt. Das System verfügt jedoch „nur“ über 7 Sprachen und ist im Gegensatz eher ein nettes „Add-on“ statt plastisch greifbarer Hardwear. Das Potential für den geschäftlichen, wie auch den privaten Bereich ist immens. Knifflig wird es woanders: Die Übersetzung folgt noch nicht simultan, sondern leicht zeitverzögert – ein Problem, welches die zweite Generation beheben soll. Dialekte und eine unsaubere Aussprache können das System ebenfalls an seine Grenzen bringen – eingebaute maschinelle Lernfähigkeit hin oder her.

Es wird also noch eine Weile dauern bis der Rheinländer unfallfrei einen „Halven Hahn“ in München bestellt oder bis man Günther Oettinger die Brexit-Verhandlungen führen lässt. Woran hat et jelehen?!

  • Fotos: Waverly Labs