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Netflix. Der Spiegel der Seele.

Wer heute kaufkräftigen Mittelschicht zählt und illegale Streams hinter sich gelassen hat, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit Nutzer von Netflix.

Dem Großteil der Nutzer würde es mit Sicherheit schwerfallen, auch nur darüber nachzudenken, wie ihre Welt aussehen würde, wenn der Streamingdienst mit den scharlachroten Lettern nicht mehr Teil ihres Lebens wäre. Auch für uns gehört Netflix mittlerweile zum Alltag. Genauso wie Müsli zur Milch oder Korn zu den Flakes.

Wie wäre das denn so ohne Netflix? Nachdem es zum Feierabend geläutet hat, kann man seine Freizeit nicht dauerhaft ohne binge-watching gestalten. Um diese apokalyptische Szenario aufrecht zu erhalten, gehen wir an dieser Stelle davon aus, dass auch andere legale Streamingdienste nicht existent sind.

Chaos: Zusammenbruch der Marktwirtschaft, eine durch Massenburnout unbrauchbar gewordene Dienstleistungsgesellschaft, Straßenunruhen, Panik, vielleicht sogar brennende Crêpes-Stände am Straßenrand… Eine dunkle, fast schwarze Zukunftsvision.

Black Mirror Staffel 4 — Ab heute auf Netflix

Apropos schwarz und Zukunftsvision, es ist so weit: Staffel 4 von Netflix‘ Eigenproduktion Black Mirror ist ab heute verfügbar und führt uns in 6 neuen Episoden durch Szenarien, die erneut von der Nutzung außergewöhnlicher Technologien und einhergehender Gesellschaftskritik geprägt sein dürften. Obendrein findet all das möglicherweise in einer gar nicht mal so weit entfernten Zukunft statt.

Was hingegen nicht mehr so weit entfernt ist, ist der Feierabend. Die Zeit für Ruhe, Entspannung und Balance. Zeit für Netflix. Denn Netflix bringt die Menschen näher zusammen (Netflix’n’Chill) und fördert die Kommunikation untereinander. Entweder, weil man sich über die aktuelle Folge oder den nervenaufreibenden Cliffhanger seiner Lieblingsserie austauschen kann oder man als Inhaber des Accounts hin und wieder das Geld von den Parasiten eintreiben muss, die den Account mitnutzen.