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PupScan – Zauberstab aus Alu

Es gibt diese Momente: man sitzt auf der Arbeit oder in der Uni, Papier stapelt sich bis an die Decke und zwischen zwei Papierblöcken gucken müde Äuglein überfordert drein. Ordnung! Ordnung müsste her! Aber wie? Die französische Entrpreneur- und Tüftlerschmiede 7Next entwarf den PupScan – wir haben ihn uns mal angeguckt.

Das Startup avancierte mit seinem „Pup“ zum meist unterstützten, französischen Jung-Unternehmen im Jahr 2017 auf der Crowdfunding-Plattform Indiegogo. Aber was ist ein PupScan eigentlich genau? Kurzgesagt: ein Mini-Scanner, der mit einem Gewicht von ca. 200g und handschmeichelnden 13,5cm in der Höhe, die Bergketten aus Papier und Aktenordnern in sich aufsaugt.  Der Scanner besitzt eine Speicherkapazität für 2000 Seiten und die Akkulaufzeit reicht bei konstanter Nutzung für einen bundesdeutschen Vollzeittag. Die hochauflösenden Scans werden durch eine Reihe von Stabilisierungssensoren erzeugt, die dem internen Lasersystem assistieren. Den Sensoren gelingt es, ein dreidimensionales Modell der gescannten Oberfläche zu erzeugen, um Knickfalten von Seiten oder die Wölbung von Büchern herauszurechnen. Die gescannten Seiten werden so verzerrungsfrei als pdf oder ZIP-Datei dargestellt. Besonders sinnvoll erscheint die Einbindung der Office-Flagschiffe Word und Excel. Gescannte Seiten und Tabellen können in die Formate integriert und weiterentwickelt werden. Der PupScan ermöglicht die Verarbeitung aller Formate von A3 bis zu A8. Bei der Verwendung der „Mosaik-Funktion“ können auch größere Formate wie z. B. Baupläne etc. verarbeitet werden. Dies geschieht durch den Scan definierter Teilbereiche eines Formats, welches anschließend – einem Puzzle gleich – wieder zusammengefügt wird.

Die Funktionsbandbreite ist mit der Puzzlefunktion noch nicht erschöpft – es gibt sozusagen das „One more thing“. Backups erstellter Scans werden synchronisiert mit Cloud-Diensten, wie Google Drive, Dropbox und One Drive. Wer sich „Likes“ und „Thumbs-Up“-Emojis in den Kommentarspalten erhofft, kann seine gescannten Unterlagen auch über Social-Media-Plattformen wie z. B. Facebook, Instagram und Pinterest veröffentlichen, Ein genaues Studium der eigenen Geheimhaltungsvereinbarung im Arbeitsvertrag wäre jedoch sicherlich angebracht.