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„Push the button“ – UX Design + Spotify

„Wer will guten Kuchen backen, der muss haben sieben Sachen.“ Nein, nein. Keine Backanleitung für Kuchen gibt es hier serviert. Jedoch eine Backanleitung aus sieben hilfreichen Tipps um seine Spotify-Listen zu pimpen und sich eine angemessene Followerzahl zu sichern. Let’s go big!

1. Persona

Der erste Schritt heißt „Datenerhebung“. Frage dich, wie alt sind deine Freunde bei Spotify im Durchschnitt? Wie lange hören sie am Tag Musik? Hören Sie „Alles“ was auch im Radio läuft, oder lauschen Sie speziellen Genres? Ein erster Eindruck kann die Verknüpfung mit dem Facebook-Account sein. Wer seinen Spotify Account über Facebook eingerichtet hat, ist über den „Freunde finden“ Button im Aktivitätsfeed einfacher zu finden. Danach heißt es: Benchmarking betreiben und stöbern.

2. Konzept

Auf die „Persona“ folgt das Konzept. Basierend auf der Datenerhebung, stellen sich folgende Fragen: Soll die Playlist ein spezifisches Genre beinhalten, oder einen Gesamtüberblick über meine Musikbibliothek bei Spotify geben? Wird durch die Songs eine bestimmte Stimmung vermittelt? Ratsam ist ein bestimmtes Genre für eine Playlist zu behalten. Tut man dies nicht, könnte die Playlist „austauschbar“ und „beliebig“ wirken. Trotzdem sollte die Liste einen geringen Anteil an Alternativ-Genres beinhalten, um den Nutzern Überraschendes zu liefern.

3. Elemente einer Playlist

Trocken betrachtet besteht eine jungfräuliche Playlist nur aus den Elementen: Name, Beschreibung und dem Playlistbild. „Hip“ und „catchy“ kann der Taufname der Playlist sein, oder man wählt was funktionelles, z. B. „HipHop2017“. Etwas Hirnschmalz sollte auch in der Beschreibung für seine Playlist stecken. Eine detaillierte Beschreibung zeigt, dass man Zeit und Liebe investiert hat. Ein Call-to-action Hinweis in der Beschreibung, wie z. B. „Willst du den stressigen Bürotag vergessen, klick auf „Play“. Spotify ermöglicht individuell gestaltete Playlistbilder hochzuladen – ein kleines Ausrufezeichen, wenn beachtet wird, dass die meisten User auf diese Gestaltungsmöglichkeit verzichten.

4. Akquisition

In der App kann der Follower in spe keine Beschreibung der Liste lesen, deswegen muss Name und Bild der Playlist „on point“ sein. In der App sieht der Nutzer nur die ersten 3 bis 4 Songs, wenn er die Liste zum ersten Mal öffnet. Für App wie Desktop gilt jedoch, dass diese Songs „repräsentativ“ für die Gesamtliste stehen sollten und zwischen „familiär“ und „mysteriös, weil unbekannt“ logieren.

5. Conversion

Es knistert aus den Boxen – die „Königsdisziplin“ Conversion. Wir haben es geschafft: Ein User wurde durch unser Playlistdesign angesprochen, ihm gefiel was er hörte und ist nun „Follower“. Nun geht es um die Community-Betreuung. Im Gegensatz zum Playlistbild/-beschreibung sollte der Playlistname in Stein gemeißelt sein. Änderungen könnten Follower irritieren, was zu Beendigung von Abonnements führen könnte. Tipp: Es sollte ein „Abwechslungsreichtum“ der Playlist durch eine variierende Abfolge der gefeaterten Künstler gezeigt werden. Also: nicht die gesamte Auswahl eines Artists auf einmal präsentieren.

6. Wiederkehr

Es ist wichtig die Playlist konstant mit neuem Soundmaterial zu befüllen. Relevanz und Aktualität ist eines der Top Kriterien, warum einer Playlist gefolgt wird. Ein kleiner Tipp: neue Songs sollten an den Anfang der Liste gestellt werden. Follower sollten sofort erfahren was neu ist.

7. Sich selbst feiern

Um die Playlist in Erinnerung zu behalten, muss man schon selber mögen, was man ausgesucht hat. Die Playlist sollte von einem selber gerne gehört werden, denn der Aktivitätsfeed zeigt seinen Freunden, dass die Playlist up-to-date ist und verleitet seine Follower mal wieder reinzugucken.

Was man mit Spotify sonst so machen kann, seht ihr hier:

Weitere hilfreiche Tipps zum Umgang mit Spotify: