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Technologische Singularität

„Ja, ich schlafe in der Dusche, denn die Dusche ist normal. Diese Rebellion der Haushaltsgegenstände ist ziemlich brutal“ heißt es in Farin Urlaubs Song „Dusche“ von 2005.
Doch bereits Jahrzehnte vor der Veröffentlichung dieses Top-Hits, fand die Thematik der technologischen Singularität und KI u. A. in Film und Fernsehen Einzug in unsere Wohnzimmer und unsere Lebenswelt.

Neben Regisseur James Cameron (Terminator, 1984) hat sich auch jemand aus unseren Reihen mit ebendiesem Thema befasst. Nicht für einen Spielfilm, jedoch für seine Bachelor-Thesis behandelte Junior-Developer Dave einen etwaigen gesellschaftlichen Paradigmenwechsel, induziert durch das revitalisierte Themenfeld Virtual Reality (VR) in Verbindung mit Webbrowser Technologien. Als fundamentale Grundlage seiner Analyse dienten bedeutende Entwicklungen der Computer- und Softwarebranche mit besonderem Fokus auf die Korrelation der Aspekte von Technik und Performance, Design und Darstellung sowie Soziologie und Ethik.

Aber bevor es hier noch tiefgründiger wird als im Mariannengraben: was genau ist diese technologische Singularität? In der Theorie beschreibt die technologische Singularität den Zeitpunkt, ab dem Maschinen mittels künstlicher Intelligenz (AI/KI) den menschlichen Horizont überschreiten und sich dazu befähigen, sich selbst zu verbessern. Dadurch soll der technologische Fortschritt derart beschleunigt werden, dass der Mensch als solches nicht mehr in der Lage sein wird, diese Entwicklungsprozesse nachzuvollziehen.

Ist das nun cool, interessant, angsteinflößend oder besorgniserregend? In Film und Fernsehen kommen die Menschen in solchen Szenarien weniger gut weg.
Aber ganz langsam mit den jungen und mittelalten Pferden: Es ist nicht zwingend nötig, dass uns Maschinen in Tod und Verderben stürzen, nur, weil sie nach und nach dazulernen. Somit relativiert sich auch die enorme Kritik an der künstlichen Intelligenz dadurch, dass in den letzten Jahren immer wieder von Erfolgen innerhalb dieses Sektors berichtet werden konnte. Gäbe es in diesem Bereich keine Fortschritte, würde Siri mit einer wesentlich höheren Wahrscheinlichkeit weniger Antworten liefern können.

Ein weiteres erstaunliches Beispiel: der Sieg des AlphaGo Algorithmus der Google DeepMind Unternehmung. Im traditionell chinesischen Strategiespiels „Go“ war der Algorithmus dem erfahrene Spieler Lee Sedol überlegen. Dies wäre weitaus weniger erstaunlich, wenn sich die Schritte und Chancen wie beim Schach berechnen bzw. vorhersagen ließen. Allerdings müssen diese dem menschenähnlichen Denken nachempfunden werden.

Also, alles halb so schlimm?
Vielleicht müssen wir die Entwicklung einfach noch etwas abwarten.

Filmtipps der Agentur

Damit das Warten nicht allzu schwerfällt, haben wir an dieser Stelle noch ein paar Filmempfehlungen zum Thema.
Aber behandelt euer Abspielgerät gut.

Man weiß ja nie…

Transcendence
Ex Machina
Terminator
Westworld
Matrix
Her